#016 - 08.09.18

Willkommen bei
Zombie Einstein

von Kachō

Heyyyy was habe ich eigentlich die letzte Zeit so getrieben? Davon abgesehen dass ich diese Seite nicht mit neuem Stoff versorgt habe (was ich ehrlich auch sehr bedauere), habe ich ein paar Jahre lang an einem musikalischen Projekt gearbeitet das nun endlich fertig geworden ist. Sagte ich Jahre? Ja ganz recht. Es war kein unbedingt all zu flotter Prozess, diese 6 (sechs!!) Songs aufgenommen und fertiggestellt zu bekommen. Unter anderem sorgten hierfür Personalmangel, phlegmatische Musiker, mehrmonatige Reisen ins Ausland sowie vorübergehender vollständiger Verlust von Motivation. Aber nun ist es soweit und endlich ist mein/unser Album...naja eigentlich ist es eher eine EP...Unerwartete Reisgerichte von Zombie Einstein fertig geworden. Eine Mischung aus Poprock, Funk und Spätakne. Eine Reise in die komisch riechenden Gewässer des Badezimmers in unserer Seele. Wir huldigen Jackie Chan, tanzen nicht, und am Ende gibt es Möhrensalat. Man könnte jetzt unken, dass das alles nur wahllos zusammengeworfene leere Äußerungen sind, doch es ist noch viel schlimmer: Es ist alles wahr.

Mitwirkende

Die Crewmitglieder sind auf dieser EP Niels und Dennis (Gitarren), Professor Peter Schmidt (Schlagzeug), Mika (Trompete), Gunnar (Produzent und ein bisschen Gitarre) sowie meine bescheidene Wenigkeit (Bass, Stimme, Saxophon und sonstiger vereinzelter Krams). Aufgenommen wurde alles von Gunnar Maatz und Thomas Rast im Music House Entertainment Studio in Oldenburg.

Darf ich dir Geld schenken??

Die ganze EP gibt es auf YouTube, allerdings habe ich auch einige CDs mit schickem Artwork und Booklet und allem drum und dran pressen lassen. Für den kleinen Unkostenbeitrag von 6,45€ kann eines dieser brandheißen Sammlerstücke bald auch euch gehören. Bei Interesse, schießt mir eine Elektropost rüber und ich schmuggle euch die Details für die Transaktion zu!



Zombie Einstein - Unerwartete Reisgerichte

Songs & Trivia:
(Für Musik Songtitel klicken)

1. Chan Kong-Sang

Dies ist der „jüngste" Song auf der EP, geschrieben und aufgenommen nachden der Rest der Platte (zumindest die grundlegenden Parts) bereits „im Kasten" war. Manche Songs haben halt dieses verdammte Glück, kurz vor oder während eines Aufnahmeprozesses fertiggestellt und dann sofort aufgenommen zu werden, während andere ewig lang in der Schublade rumliegen. Da der Aufnahmeprozess sich aus diversen Gründen und mit vielen Pausen in die Länge zog, hatte ich Zeit (oder nichts anderes zu tun als) mich mit neuen Songs zu befassen. Diese Nummer war dann irgendwann gegen Ende 2015 fertiggestellt und ich entschloss mich mit Niels und Peter, noch einen Tag im Studio zu buchen. Schlagzeug, Bass und Gitarre wurden dann gleichzeitig live eingespielt. Gesang folgte später, Bläser dann sehr viel später. Warum einen Song über Jackie Chan? Weil er ein guter Mann ist, janz einfach.

2. Candyshop

Der Song mit dem Zombie Einstein im Jahr 2006 begann, in einer etwas aktualisierten Version. Die originale Version hatte das Intro und den Part mit dem Schlagzeugsolo nicht. Keyboards und Bläserparts sind von mir geschrieben, Akkorde und Basslinie von Dennis. Wo er damals auf einmal Septakkorde her hatte frag ich mich heute noch; wir hatten bis dahin eingentlich nichts anderes gespielt als Punk, Ska, und andere Dreiklangmusik. Naja jedenfalls hat er da ne smoothe Sache zusammengemischt. Für die EP Version habe ich dann den dritten Part mit dem Schlagzeugsolo hinzugefügt. Für das erste Solo hatte ich Niels gesagt, er solle ein feuriges, richtig angeberisches Ding einspielen. Ich denke er hat es so zu 85% geschafft. Es hätt von mir aus noch ne Schippe Angeberei vertragen, aber is' schon alles gut so. Ein interessanter Fakt über diese ganze Platte ist, dass mit Ausnahme des ersten und letzten Songs, alle Songs nur über ihre "Demo"-Basslinie verfügen, also einen Bass Part der eigentlich nie für das finale Produkt gedacht war. Die Suche nach Bassisten war ein überraschend problematischer Prozess und einer der Gründe warum der Aufnahmeprozess sich so in die Länge zog. Am Ende hatte ich so genug von dem Ganzen dass ich entschied, dass die Demoaufnahmen von mir auch garnicht so übel sind. Also, von Track 2 bis 5 hört ihr auf dieser EP nur halbwegs anständige Bass-Takes, wie man an dem super grottigen kleinen Bass Lick während des Schlagzeugsolos nach dem zweiten Refrain auch eindeutig merkt. Eigentlich hatte ich das ganz zum Schluss nochmal extra neu eingespielt. Der neue Take war dann trotzdem nicht auf dem fertigen Master. Es war mir egal.

3. Ich, schreckliche Person

Netter kleiner Song über die Tücken des Eigenbrötler-Daseins. Auf die Musik und insbesondere die Basslinie bin ich durchaus stolz, und das Glockenspiel klingt phänomenal!

4. Disko Disco Disque-o

Der zweite der „klassischen" Einstein-Songs, geschrieben an einem Tag (wie es damals Tradition war) in Zusammenarbeit mit Dennis. Dies könnte ganz heimlich die beste Aufnahme auf der Platte sein. Bläser klingen schön kraftvoll und das Finale hat genau die übermäßige Energie die es haben soll. Ein durchgehendes Problem auf dieser Platte ist, dass das mein Saxophon Aufgrund von Armut kein besonders gutes ist und ich dann zusätzlich dazu auch nicht all zu super spiele, doch auf diesem Track bemerkt man es am wenigsten, und das ist schön.

5. Nicht tanzen

Geschrieben 2013. Hieß ursprünglich „Frau im Fernseher" und handelte von Typen die sich in ihrer Einsamkeit in Frauen aus TV und Internet verlieben. Diese originale Version des Songs war nicht schlecht, doch da ich mir von Beginn an nicht sicher war ob ich sie wirklich auch aufnehmen/herausbringen wollte und diese Unsicherheit auch nie ganz verschwand, kam ich nach 3 Jahren (als die Musik für den Song bereits seit einem Jahr im Kasten war) zu dem Schluss, dass ich wohl doch nicht ganz hinter dem ersten Text stehen kann. Ich hatte damals sehr viel Wise Guys gehört und genau so klang der Text auch, und nicht dass die Wise Guys schlecht wären, aber mein Humor muss etwas schräger sein. Da ich schon lange einen Song über die Freuden des Nichttanzens schreiben wollte ergriff ich die Chance und schrieb den neuen Text über eben jene Sache. Guter Song mit feiner akustischer Gitarre von Niels und Drums von Professor Schmidt.

6. Do you remember the summer of 121232?

Diesen fucking Song kann ich mir selten nur einmal anhören; irgendetwas an ihm finde ich verdammt süchtigmachend. Es ist der vierte (nicht etwa der dritte, nanu nanu?) der alten Einstein-Songs von 2006-2007. Dennis' und mein Ziel bei diesem Song war, das absurd-fröhliche und alberne aufs Maximum zu drehen, und ich finde wir haben es ziemlich gut hinbekommen. Im Refrain ersetzen wir den in C-Dur eigentlich zu erwartenden a-moll Akkord kurzerhand durch einen A-Dur, welch Jux und Freude! Auch mit dem Saxophon Part bin ich in diesem Song äußerst zufrieden, und im Finale spielt die wunderbare, einzigartige Mika uns diese wunderbare Fanfare die ich schon in der Originalversion des Songs (damals mit einem Keyboard eingespielt) schon immer total abgefeiert habe. Mika war ein riesiger Glücksfall und sie hat dieses ganze elende Projekt durch ihre Hilfe quasi gerettet und die Veröffentlichung möglich gemacht. Sie ist jetzt wieder im heimischen Kagoshima, Japan, aber ich werde versuchen sie auch auf dem nächsten Album wieder dabei zu haben. Und ja ein nächstes Album ist in Arbeit, aber wartet noch eine Weile...oder noch besser...wartet erst garnicht. Wenns fertig ist isses fertig und dann werdet ihr Bescheid bekommen.

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